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London! Die Geschenke müssen in London sein. Das ist jetzt allen klar. Aber es ist ihnen auch klar, dass sie nicht mehr viel Zeit. Und allein werden sie es nicht mit dieser fiesen Boygroup aufnehmen. Vor allem, weil sie in London sicherlich bei ihrem Manager Bo Ris untergekommen sind.

„Ich aktiviere meine Freunde in der ganzen Welt“, ruft der Weihnachtsmann, während er auf seinem übergroßen Computer aus dem Jahre 1992 bereits die Nachricht tippt. Der Weihnachtsmann, Miss Marisol und Noahinho springen wieder auf den Schlitten und wollen direkt Kurs auf London nehmen. Da ertönt ein greller Pfiff im Hauptquartier des Weihnachtsmannes. Urplötzlich steht Verena Theresa neben dem Schlitten. "Ohne Verpflegung will doch wohl keiner das Haus verlassen", ermahnt sie die Reisenden. Wie recht sie hat und wie groß der Hunger tatsächlich ist, merken der Weihnachtsmann, Miss Marisol und Noahinho erst so richtig, als der Duft aus den übergroßen Brotdosen, die Verena Theresa in ihren Händen hält den Weg zu ihnen findet. Alle Drei greifen zu. Gestärkt kann es nun losgehen.

 

Die positiven Rückmeldungen der Freunde des Weihnachtsmannes lassen nicht lange auf sich warten.

Detektiv Jo Nas und sein Freund Lasse Ritterson haben bereits ihre Drohnenstaffel über London platziert und können in Kürze die ersten Bilder liefern.

 

Der weltberühmte Regisseur Finn Bagwood und seine Schwester Eleni aus der Fußball-Welthauptstadt Bremen unterbrechen den Dreh zum zweiten Teil des Blockbusters Mehl. Mehl. Wir brauchen mehr Mehl! und eilen zu Hilfe.

Die glorreichen Sieben aus Hamburg satteln ihre Einhörner und freuen sich auf ein neues Abenteuer. Paula Leseratte, Mia Lunge, Jojo Linksaußen, Lea Piratenbraut, Pia die Große, Pauli Energiebündel und Lotti Zaubermaus haben schon viel zusammen erlebt. London war bisher nie eines ihrer Ziele. Zu viele Menschen, zu wenig Platz. Aber für den Weihnachtsmann machen sie eine Ausnahme.

Aus Catonsville in den USA macht sich die Scharfschützen Truppe mit Lina, Fritz und Otto auf den Weg. Ihre Beine sind so flink und ihre Technik so filigran, sie können einem eine Mücke von der Nasenspitze schießen, wenn sie nur wollen.

Lloyd Carl, Mats Cole, Louis Kai, Lenni Zane und Mattes Jay hatten sich bereits in ihre Ninjago Ausrüstungen geworfen und sind bereit das Weihnachtsfest zu retten.

 

Und auch die Detektiven Ta Ramtamtam und ihre vier Engel Lale, Lola, Lucca und Leila sind bereit zu helfen. Allerdings unter einer Bedingung, wie Ta Ramtamtam ausführt. Bei einem Zahlenrätsel seien sie raus und würden lieber shoppen gehen.

Der Weihnachtsmann fasst neuen Mut, auch wenn ihnen die Zeit davonläuft. „Wenn ich nicht in einer Stunde mit der Bescherung beginne, ist es zu spät“, sagt er zu Miss Marisol und Noahinho. Man konnte die Anspannung der Drei förmlich spüren.

Endlich kommen die ersten Drohnenbilder von Jo Nas und seinem Freund Lasse Ritterson auf den Bildschirm. Was sie dort sehen, war allerdings kein Anlass zur Freude. Die Geschenke liegen mitten im Buckingham Palace Garden. Es ist keine Bewachung zu sehen, aber eine Art Energiefeld umhüllt die Geschenke.

„Wir sind mit der Drohne etwas näher rangeflogen“, erzählt Jo Nas über den Gruppenfunk. „Sobald wir zu nah gekommen sind, hat die Technik verrückt gespielt“, ergänzt Lasse Ritterson. „Das ist nicht gut!“, vollendeten beide im Chor.

„Lasst das mal unsere Sorge sein“, prescht Otto von den Scharfschützen vor. Er legt sich einen Ball zurecht und hämmert ihn in Richtung Energiefeld. Der Ball prallt mit dreifacher Geschwindigkeit wieder zurück und trifft fast die drei Scharfschützen. Lina faucht Otto an. „Wie oft habe ich Dir schon gesagt - Erst Denken, dann handeln! So wird das nichts!“

In diesem Augenblick machen sich von der anderen Seite bereits Lloyd Carl, Mats Cole, Louis Kai, Lenni Zane und Mattes Jay am Energiefeld zu schaffen. Finn Bagwood und seine Schwester Elenie haben in ihrer unnachahmlichen Art eine Mehlwolke erschaffen, die den Jungs Sichtschutz bietet und gleichzeitig auch Spuren des Energiefeldes sichtbar macht. Doch jedes Schwert und jeder Laser ist nutzlos gegen diese Energie.

Alle sind erschüttert. Es scheint, als wenn es kein Weg zu den Geschenken gibt. Ist damit nun das Weihnachtsfest und das Glück der Kinder endgültig verloren? Die Zeit ist abgelaufen. Es gibt keine Möglichkeit mehr die Geschenke rechtzeitig zu den Kindern zu bringen. Der Weihnachtsmann resigniert. In seiner Trauer denkt er an die Abschiedsworte von Henriowu zurück. Er fasst einen Plan. Ein letzter Versuch das Weihnachtsfest zu retten, auch wenn es keine Geschenke gibt.

„Warum bist Du so hektisch?“, fragt Miss Marisol den Weihnachtsmann. „Ich muss eine Pressekonferenz vorbereiten. Ich muss die Kinder informieren und versuchen den größten Schaden abzuwenden“, antwortet der Weihnachtsmann eilig. „Miss Marisol, Du hältst die Kamera. Noahinho. Du hältst die Zettel hoch, damit ich nichts vergesse. Hier nimm sie schon!“ Der Weihnachtsmann macht es sich im Schlitten bequem, atmete noch einmal tief durch, um dann live zu gehen. Die ganze Welt schaut gebannt zu. Eine Ansprache vom Weihnachtsmann am Heiligabend, ist sehr ungewöhnlich.

 

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Liebe Mitmenschen. Ich muss euch leider mitteilen – dies wird kein Weihnachtsfest wie jedes andere. Wie ein nicht aufzuhaltender Virus hat sich eine Gruppe in die Vorbereitungen des Weihnachtsfestes eingeschlichen. Meine Freunde haben alles versucht, um das Fest zu retten. Trotz aller Kraftanstrengungen, die Geschenke sind verloren und unter eurem Weihnachtsbaum wird es in diesem Jahr leer bleiben. Aber lasst nicht zu, dass diese Gruppe, dieses Virus, über uns triumphieren wird. Ein sehr weiser Weggefährte der letzten Stunden hat zu mir gesagt, dass er keine Geschenke braucht, um glücklich zu sein. Das Zusammensein mit der Familie ist für ihn das größte Glück.

So rufe ich euch auf. Lasst nicht die Trauer über die fehlenden Geschenke siegen. Schaut auf die Zeit mit eurer Familie. Sagt eurem Gegenüber, warum ihr euch mit ihm verbunden fühlt. Und achtet auf euer Inneres, wenn jemand diese Worte an euch richtet. Um verbunden zu sein, müssen wir nicht am gleichen Ort sein.

Dies wird kein Weihnachtsfest, wie ihr es bisher kennt. Ob es ein Gutes wird, liegt nun in euren Händen. Ich glaube an die gute Energie.

Euer Weihnachtsmann.

 

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Die Kamera ist aus. Der Weihnachtsmann lehnt sich mit einem tiefen Seufzer zurück. Er brummt „Hoffentlich geht das gut.“

Minutenlange Stille. Die ganze Welt scheint für einen Moment zu ruhen. Niemand spricht. Keiner konnte glauben, was der Weihnachtsmann gerade gesagt hatte. Es fühlt sich an, als wisse die Welt nicht, wie sie mit der Information umgehen solle.

Detektivin Ta Ramtamtam steht mit ihren vier Engeln mitten auf dem Piccadilly Circus. Es sind nur noch wenige Menschen dort. Ta Ramtamtam und die vier Engel schauen sich an. Lale bricht das Schweigen. Sie umarmt ihre vier Schwestern und erzählt ihnen, warum sie sich so verbunden mit ihnen fühlt. Daraus entsteht ein laustarker Austausch der fünf Mädels, der nicht zu überhören ist. Jede schwärmt der anderen vor, wie glücklich sie ist mit diesen Schwestern leben zu dürfen.

Auch die glorreichen Sieben nehmen sich die Worte des Weihnachtsmannes zu Herzen. Die Gang hat es sich im Hydepark gemütlich gemacht. Hier fühlen sie ein wenig Heimat. Paula Leseratte spendiert ein paar Seiten, Mia Lunge bringt Kleinholz aus dem nahegelegen Busch und Jojo Linksaußen zündelt gekonnt mit einem Roundhouse Kick und zwei Feuersteinen. Die glorreichen Sieben sitzen um das Lagerfeuer und erzählen sich gemeinsame Abenteuer. Das wohlige Gefühl, dass die Mädels fühlen ist nicht nur auf das Feuer zurückzuführen.

Der Austausch der beiden Gruppen blieb der Allgemeinheit nicht verborgen. Und es scheint anzustecken. Auf dem Energieradar des Weihnachtsmannes können Miss Marisol und Noahinho sehen, wie diese positive Energie sich über den Erdball immer weiter ausbreitet. Der Plan des Weihnachtsmannes scheint aufzugehen. Die Menschen haben verstanden, dass es auch eine andere Möglichkeit gibt Geschenke zu machen. Miss Marisol und Noahinho laufen aufgeregt zum Weihnachtsmann, um ihm die frohe Botschaft zu überbringen. Glücklich blicken sie auf die Anzeige des Energieradars und nicken sich zu.

Ein Krächzen von Lasse Ritterson reisst sie aus dem Moment. „Hier tut sich was!“, schreit er. „Das Energiefeld gerät ins Schwanken! Ich glaube die positive Energie der Welt löst die negative Energie auf!“ Der Weihnachtsmann, Miss Marisol und Noahinho können es nicht fassen. „Seht ihr, sagt der Weihnachtsmann, „Madiba war doch eine gute Inspiration. Aber ohne eure Hilfe hätte ich nicht gewusst, wie ich die Inspiration in die Tat umsetzen soll.“

Das Energiefeld löst sich tatsächlich immer weiter auf, bis es schließlich und endlich ganz verschwunden ist. Auf dem Energieradar des Weihnachtsmannes sind jetzt nur noch sechs kleine Punkte mit negativer Energie zu sehen. Das muss die Boygroup sein. Und so hell, wie diese Punkte leuchten, müssen sie sich gerade sehr ärgern.

Alle helfen mit die Geschenke auf dem Schlitten zu verstauen. Der Weihnachtsmann setzt Miss Marisol und Noahinho in Ellerbek City ab und verabschiedet sich mit einem lauten Hohoho, das jedem Helfer auf der ganzen Welt ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es gibt also doch noch eine Bescherung, auch wenn mit einiger Verspätung.

DAS WEIHNACHTSFEST IST GERETTET!

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen Marisol, Noah, Sarah, Dennis, Harvey und Cniffel.